Lernoptimierendes (Ver-)Sorgen an digitalisierten dänischen Kitas: eine Tendenzproblematisierung

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Abstract

In Dänemark wird die Digitalisierung von Kindertagesstätten zügig vorangetrieben. Die Hoffnung ist erstens, durch Datensammlung und -auswertung in Echtzeit Arbeitsabläufe sowie den Ressourcenbedarf erfassen und frühestmöglich optimieren zu können, um kosteneffizient zu wirtschaften, ohne dass die Versorgungsqualität darunter leidet. Zweitens soll eine Möglichkeit geschaffen werden, die Eltern durch digitale Kommunikation in den Kitaalltag einzubinden, um Pädagogik über den institutionalisierten Kitakontext hinweg optimieren zu können. Ein drittes Ziel ist die Implementierung von Lernsoftware, die es ermöglichen soll, durch standardisierte Inhalte und Lernverläufe die Kinder optimal auf das erwartete Schullernen vorzubereiten.
Der Beitrag führt kurz in aktuelle Forschungsprojekte des „Danish Centre for Research in Early Childhood Education and Care“ ein. Primär wird anhand eines praxistheoretischen Projektes auf Grundlage teilnehmender Beobachtungen diskutiert, wie sich das ontologische Verständnis von „care“ als (Um-)Sorge im Zuge der Digitalisierung langsam verändert: von einem weitestgehend dezentralen Verständnis von „care“ als reziprokem Sich-sorgen-um zwischen Kindern und Erwachsenen, welches situiert in der Kita erlernt werden muss und als elementarer Entwicklungsschritt betrachtet wird, hin zu einem abstrakt-standardisierten Verständnis von direktiv-lernoptimierender Versorgung, welche ihre pädagogische Qualität primär am deklarativen Wissensschatz der Kinder misst.
OriginalsprogTysk
Publikationsdato2020
StatusUdgivet - 2020
BegivenhedDGfE Kongress 2020: Optimierung - Universität zu Köln, Köln, Tyskland
Varighed: 15 mar. 202018 mar. 2020
https://dgfe2020.uni-koeln.de/

Konference

KonferenceDGfE Kongress 2020
LokationUniversität zu Köln
LandTyskland
ByKöln
Periode15/03/202018/03/2020
Internetadresse

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