Alltägliche Lebensführung in der Kindergartenpraxis

Publikation: KonferencebidragKonferenceabstrakt til konferenceForskningpeer review

Resumé

Zentral für Weiterentwicklungen der Kritischen Psychologie in Skandinavien und insbesondere Dänemark ist ein Verständnis des Subjektes als Teilnehmende_r an gesellschaftlicher Praxis (etwa Dreier 1999, 2006, 2008; Nissen 2012). Entsprechend untersuchen empirische Studien konkrete Widersprüche und Dilemmata, mit denen sich die Teilnehmenden im alltäglichen Handeln im Verhältnis zu den die jeweiligen Praxis bestimmenden, sich verändernden Bedingungen begegnen. Deren Perspektiven verweisen auf die Vielschichtigkeit der Vermittlungsebenen, eröffnen dabei zugleich alternative Verständnis- und Handlungsmöglichkeiten, um die Widersprüche aufbrechen und damit Praxis potenziell verändern zu können.

Einer der Schwerpunkte dieser Praxisforschung liegt auf der Erkundung kindlichen Alltags in und zwischen erzieherischen Arrangements in_formeller Institutionen (Schule, Hort, Kindergarten, Familie, etc.). Aktuelle Debatten beschäftigen sich mit der Frage, wie die Erste-Persons-Perspektiven von Kindern als Teilnehmende an Praxis konzeptualisiert werden können, und wie der Begriff der alltäglichen Lebensführung hilfreich ist, um die Prozesshaftigkeit und Dynamik kindlicher Verfügungserweiterung zu fassen.

Der Workshop führt kurz in den derzeitigen Stand dieser Debatten ein und verknüpft diese mit Material, welches ich über mehrere Monate in einem Kindergarten gesammelt habe. Neben der Frage, welche Rollen Intersubjektivität und Materialität (hier insbesondere Medientechnologien) in der (Re-)Produktion der gemeinsam geteilten Praxis spielen, soll der Fokus vor allem auf die Rolle der_s Forschenden gelegt werden: Was für Implikationen trägt ein Verständnis des_r Forschenden als Praxisteilnehmer_in mit sich? Wie kann seine_ihre Mitgestaltung der zu erforschenden Praxis gedacht werden?

Mein laufendes Dissertationsprojekt dient dem Workshop als Grundlage, um mit Interessierten auch über deren Praxiserfahrungen mit Kindern (ob das nun „Forschung“ oder eine andere Praxis ist) zu diskutieren. Wer Lust hat, möge mir bis zum 1.9. 1-2 Seiten zum eigenen Projekt bzw. der eigenen Fragestellung per Mail zu schicken: VERSTECKTE EMAIL. Diese Zusammenfassungen sollen u.a. dazu dienen, den Workshop vorzubereiten.

Als heranführende Lektüre kann ich auf eine von mir mitherausgegebene Sonderausgabe des Journals für Psychologie zum Thema „Intersubjektivität und Technik im alltäglichen Leben von Kindern“ verweisen.
OriginalsprogTysk
Publikationsdato2012
StatusUdgivet - 2012
BegivenhedFerienuniversität Kritische Psychologie: Subjektivität in der Krise? - Freie Universität Berlin, Berlin, Tyskland
Varighed: 11 sep. 201215 sep. 2012
http://2012.ferienuni.de/

Workshop

WorkshopFerienuniversität Kritische Psychologie
LokationFreie Universität Berlin
LandTyskland
ByBerlin
Periode11/09/201215/09/2012
Internetadresse

Citer dette

Chimirri, N. A. (2012). Alltägliche Lebensführung in der Kindergartenpraxis. Abstract fra Ferienuniversität Kritische Psychologie, Berlin, Tyskland.
Chimirri, Niklas Alexander. / Alltägliche Lebensführung in der Kindergartenpraxis. Abstract fra Ferienuniversität Kritische Psychologie, Berlin, Tyskland.
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Chimirri, NA 2012, 'Alltägliche Lebensführung in der Kindergartenpraxis' Ferienuniversität Kritische Psychologie, Berlin, Tyskland, 11/09/2012 - 15/09/2012, .

Alltägliche Lebensführung in der Kindergartenpraxis. / Chimirri, Niklas Alexander.

2012. Abstract fra Ferienuniversität Kritische Psychologie, Berlin, Tyskland.

Publikation: KonferencebidragKonferenceabstrakt til konferenceForskningpeer review

TY - ABST

T1 - Alltägliche Lebensführung in der Kindergartenpraxis

AU - Chimirri, Niklas Alexander

PY - 2012

Y1 - 2012

N2 - Zentral für Weiterentwicklungen der Kritischen Psychologie in Skandinavien und insbesondere Dänemark ist ein Verständnis des Subjektes als Teilnehmende_r an gesellschaftlicher Praxis (etwa Dreier 1999, 2006, 2008; Nissen 2012). Entsprechend untersuchen empirische Studien konkrete Widersprüche und Dilemmata, mit denen sich die Teilnehmenden im alltäglichen Handeln im Verhältnis zu den die jeweiligen Praxis bestimmenden, sich verändernden Bedingungen begegnen. Deren Perspektiven verweisen auf die Vielschichtigkeit der Vermittlungsebenen, eröffnen dabei zugleich alternative Verständnis- und Handlungsmöglichkeiten, um die Widersprüche aufbrechen und damit Praxis potenziell verändern zu können. Einer der Schwerpunkte dieser Praxisforschung liegt auf der Erkundung kindlichen Alltags in und zwischen erzieherischen Arrangements in_formeller Institutionen (Schule, Hort, Kindergarten, Familie, etc.). Aktuelle Debatten beschäftigen sich mit der Frage, wie die Erste-Persons-Perspektiven von Kindern als Teilnehmende an Praxis konzeptualisiert werden können, und wie der Begriff der alltäglichen Lebensführung hilfreich ist, um die Prozesshaftigkeit und Dynamik kindlicher Verfügungserweiterung zu fassen. Der Workshop führt kurz in den derzeitigen Stand dieser Debatten ein und verknüpft diese mit Material, welches ich über mehrere Monate in einem Kindergarten gesammelt habe. Neben der Frage, welche Rollen Intersubjektivität und Materialität (hier insbesondere Medientechnologien) in der (Re-)Produktion der gemeinsam geteilten Praxis spielen, soll der Fokus vor allem auf die Rolle der_s Forschenden gelegt werden: Was für Implikationen trägt ein Verständnis des_r Forschenden als Praxisteilnehmer_in mit sich? Wie kann seine_ihre Mitgestaltung der zu erforschenden Praxis gedacht werden? Mein laufendes Dissertationsprojekt dient dem Workshop als Grundlage, um mit Interessierten auch über deren Praxiserfahrungen mit Kindern (ob das nun „Forschung“ oder eine andere Praxis ist) zu diskutieren. Wer Lust hat, möge mir bis zum 1.9. 1-2 Seiten zum eigenen Projekt bzw. der eigenen Fragestellung per Mail zu schicken: VERSTECKTE EMAIL. Diese Zusammenfassungen sollen u.a. dazu dienen, den Workshop vorzubereiten. Als heranführende Lektüre kann ich auf eine von mir mitherausgegebene Sonderausgabe des Journals für Psychologie zum Thema „Intersubjektivität und Technik im alltäglichen Leben von Kindern“ verweisen.

AB - Zentral für Weiterentwicklungen der Kritischen Psychologie in Skandinavien und insbesondere Dänemark ist ein Verständnis des Subjektes als Teilnehmende_r an gesellschaftlicher Praxis (etwa Dreier 1999, 2006, 2008; Nissen 2012). Entsprechend untersuchen empirische Studien konkrete Widersprüche und Dilemmata, mit denen sich die Teilnehmenden im alltäglichen Handeln im Verhältnis zu den die jeweiligen Praxis bestimmenden, sich verändernden Bedingungen begegnen. Deren Perspektiven verweisen auf die Vielschichtigkeit der Vermittlungsebenen, eröffnen dabei zugleich alternative Verständnis- und Handlungsmöglichkeiten, um die Widersprüche aufbrechen und damit Praxis potenziell verändern zu können. Einer der Schwerpunkte dieser Praxisforschung liegt auf der Erkundung kindlichen Alltags in und zwischen erzieherischen Arrangements in_formeller Institutionen (Schule, Hort, Kindergarten, Familie, etc.). Aktuelle Debatten beschäftigen sich mit der Frage, wie die Erste-Persons-Perspektiven von Kindern als Teilnehmende an Praxis konzeptualisiert werden können, und wie der Begriff der alltäglichen Lebensführung hilfreich ist, um die Prozesshaftigkeit und Dynamik kindlicher Verfügungserweiterung zu fassen. Der Workshop führt kurz in den derzeitigen Stand dieser Debatten ein und verknüpft diese mit Material, welches ich über mehrere Monate in einem Kindergarten gesammelt habe. Neben der Frage, welche Rollen Intersubjektivität und Materialität (hier insbesondere Medientechnologien) in der (Re-)Produktion der gemeinsam geteilten Praxis spielen, soll der Fokus vor allem auf die Rolle der_s Forschenden gelegt werden: Was für Implikationen trägt ein Verständnis des_r Forschenden als Praxisteilnehmer_in mit sich? Wie kann seine_ihre Mitgestaltung der zu erforschenden Praxis gedacht werden? Mein laufendes Dissertationsprojekt dient dem Workshop als Grundlage, um mit Interessierten auch über deren Praxiserfahrungen mit Kindern (ob das nun „Forschung“ oder eine andere Praxis ist) zu diskutieren. Wer Lust hat, möge mir bis zum 1.9. 1-2 Seiten zum eigenen Projekt bzw. der eigenen Fragestellung per Mail zu schicken: VERSTECKTE EMAIL. Diese Zusammenfassungen sollen u.a. dazu dienen, den Workshop vorzubereiten. Als heranführende Lektüre kann ich auf eine von mir mitherausgegebene Sonderausgabe des Journals für Psychologie zum Thema „Intersubjektivität und Technik im alltäglichen Leben von Kindern“ verweisen.

M3 - Konferenceabstrakt til konference

ER -

Chimirri NA. Alltägliche Lebensführung in der Kindergartenpraxis. 2012. Abstract fra Ferienuniversität Kritische Psychologie, Berlin, Tyskland.